Fahrrad und Pedelec
Sauber durch Stadt und Land

Elektro und Akkus

Beim normalen Alltagsfahrrad hält sich die elektrische Anlage meistens in sehr kleinen Grenzen. Vorderlicht und Rücklicht mehr Elektrik gibt es nicht. Ein Dynamo vom Vorder- oder Hinterrad angetrieben liefert den nötigen Strom um das Licht zu speisen. Das funktioniert natürlich nur wenn dein Rad sich bewegt bzw. deine Räder sich drehen. An Ampeln oder beim Abbiegen ist das natürlich gar nicht gut. Du stehst im dunkeln ohne Licht und wirst vielleicht gar nicht wahrgenommen. Moderne Rücklichter haben einen kleinen Speicher der für ein paar Minuten die Rückleuchte in Betrieb hält wenn du vorher gefahren bist. So kann man dich wenigstens von hinten erkennen wenn du an der Schranke oder Ampel warten musst. Nach einigen Minuten geht das Rücklicht von alleine aus. Es gibt auch zugelassene Akku-Lampen die dann immer leuchten wenn sie eingeschaltet werden. Wenn diese Lampen mit LED bestückt sind, ist der dazu gehörige Akku auch nicht zu schwer. Aber Vorsicht nicht alle Akkulampen sind für Fahrräder zugelassen. Vorteil ist auch das du den Dynamo nicht mehr drehen musst. Die StVZO für Fahrräder und Pedelecs (E-Bikes) wurde 2017 auf den neusten Stand gebracht. So dürfen Dynamos, Batterien und oder Akkus zum Betreiben von Licht, Fernlicht Bremslicht und Rücklicht benutzt werden. Auch Tagfahrlicht ist auch erlaubt, Bei zweispurigen Fahrrädern sind Blinker zugelassen. Bei einspurigen Fahrrädern und E-Bikes nur wenn durch Aufbauten die Handzeichen verdeckt werden. Den ganzen Gesetzestext gibt es hier!  

500 Watt Akku an einem Scott E-Bike (Pedelec) Unter dem Akku befindet sich die Ladebuchse zum direkt aufladen.

Die Elektrik bei einem Pedelec oder E-Bike ist natürlich sehr viel umfangreicher als bei einem Fahrrad ohne Motor. Die drei Hauptkomponenten, der Motor, der Akku und das Display müssen miteinander Kommunizieren und dafür werden jede Menge Kabel gebraucht. das nennt man Kabelbaum und Teile davon Kabelstrang. Diesen Kabelbaum versuchen die Hersteller im Rahmen unterzubringen. Das sieht besser aus und die Kabel sind auch besser geschützt. Allerdings für Reparaturen und Umbauten sind die Kabel meist ungünstig verlegt. Die Lichtanlage ist mit LED's bestückt und wird vom Fahrakku gespeist. Normalerweise ist das so konstruiert das wenn der Akku leer gefahren wurde, immer noch ein Rest an Kapazität für die Beleuchtung im Akku verbleibt. Oft funktioniert die Beleuchtung noch mehrere Stunden. Das ist sehr vernünftig wenn das Pedelec ohne Fahrstufe noch im dunkeln nach Hause gefahren werden muss. Das Display bzw. der Computer zeichnet auch alle Fehler die im System vorkommen auf. Manche werden auch auf dem Display angezeigt. Oft ist es so das nur die Kontakte zwischen der Aufnahme und dem Display oxidiert sind. Das ist leicht selbst zu beheben. Bei anderen Fehlern muss das Rad in die Werkstatt und der Computer ausgelesen werden. Im Handbuch sind oft die häufigsten Fehlermeldungen beschrieben. Manche Motoren können auch Fehlermeldungen verursachen, auch in diesem Fall geht kein Weg an der Werkstatt vorbei. Ich fahre jetzt seit vier Jahren Pedelec und hatte bisher nur bei einem Panasonic Antriebsstrang Probleme mit den Kontakten. Einmal auch eine Fehlermeldung an einem Bosch Antriebsstrang der allerdings bis heute nicht wieder aufgetreten ist. 2,5 Jahre mit einem einfachen Pedelec von Fischer hatte ich nur einen defekten Tretlagersensor. Da war die Technik allerdings auch eine andere. Einfacher halt mit Vorderradmotor, je mehr Technik um so mehr geht auch kaputt, so ist das oft. 


Fischer Display

Was noch vorkommen kann ist ein Fehler im Kabelbaum, das kann so weit gehen das die Fehlersuche so teuer würde das sich der Austausch des Kabelbaums anbietet. Ein Akku verliert mit der Zeit immer mehr an Kapazität, viele E-Biker haben schon festgestellt das sich das in der kalten Jahreszeit mehr bemerkbar macht als im Sommer. Auf dem Display wird eine Restreichweite angezeigt die fast nie stimmt. Daran kann man sich nicht Orientieren. Besser ist es den Tageskilometerzähler nach dem Vollladen auf 0 zu stellen und dann ablesen wenn der Akku wieder fast leer ist. Ein neuer Akku hat wenig Einbußen an Kapazität im Winter. Ein 3 Jahre alter Akku hingegen hat erhebliche Einbußen. Bei der Pflege und Behandlung der Akkus scheiden sich die Geister. Ich fahre meinen Akku 500 Watt 36 Volt nicht ganz leer. wenn 2 oder 1 Balken angezeigt werden lade ich auf. Manche laden immer sofort nach jeder Fahrt wieder auf oder lassen das Ladegerät immer angeschlossen. Ich halte das für falsch. Wenn ein Akku längere Zeit z.B. im Winter gelagert werden soll dann bei 75 % Ladung in der Wohnung. So mache ich es jedenfalls. Der Akku verliert nur ganz wenig Kapazität wenn er nicht gebraucht wird. Vor dem ersten wieder Gebrauch einmal ganz voll laden und dann geht's wieder los!