Fahrrad und Pedelec
Sauber durch Stadt und Land






Alkohol am Lenker

Kann teuer werden und sogar den Führerschein für Auto und Motorrad kosten. Es gibt sogar eine MPU besser bekannt als Idiotentest. Auch kann ein Fahrverbot für Fahrrad und Pedelec ausgesprochen werden. E-Bike und S-Pedelec benötigen ein Versicherungskennzeichen und einen Führerschein wenn diese Fahrzeuge schneller als 25 Kmh mit Unterstützung fahren. Diese Räder gelten als Kraftfahrzeuge und deshalb gilt hier die 1,1 Promillegrenze wie für Auto oder Motorrad

Wenn du mit Fahrrad oder Pedelec mit mehr als 1,6 Promille Alkohol im Blut erwischt wirst, droht in jedem Fall ein Strafverfahren und die Fahrt ist an Ort und Stelle vorbei! Aber auch unter dieser Grenze kannst du richtig zur Kasse gebeten werden, wenn die Polizei dich anhält wegen unsicherem fahren. Solltest du alkoholisiert in einen Unfall verwickelt werden kann schon ab 0,3 Promille eine Strafe drohen. Versicherungstechnisch kann es dann auch eng werden, denn wenn du die Schuld an einem Unfall zugesprochen bekommst bist du für den Schaden haftbar. Eine Private Haftpflichtversicherung hilft im Normalfall, doch wenn Alkohol im Spiel ist kann die Versicherung die Zahlung verweigern. Achtung ein Fahrrad oder Pedelec hat keine Haftpflichtversicherung wie ein Kraftfahrzeug. Hier hilft nur eine Private Haftpflichtversicherung die für die Schäden aufkommt die du verursacht hast. 

Warum dürfen Fahrradfahrer bis 1,6 Promille Alkohol im Blut fahren und Autofahrer nur bis 1,1 Promille? Diese Grenzen sind Gesetzlich vorgeschrieben ab 1,1 Promille Alkohol im Blut gilt ein Autofahrer als absolut Fahruntüchtig. Ein Fahrradfahrer aber erst ab 1,6 Promille Alkohol im Blut. Die Grenze von 0,3 Promille gilt aber für alle. Ab diesem Wert kann Strafe drohen wenn man sich im Straßenverkehr auffällig benimmt. Also Schlangenlinien fährt oder andere Verkehrsteilnehmer beschimpft. Beim Autofahrer gilt noch eine Grenze ab der er auf jeden Fall bestraft wird 0,5 Promille ist die magische Zahl. Wer mit über 0,5 Promille erwischt wird dem droht eine Ordnungsstrafe. Führerscheinentzug, Fahrverbot, und zusätzlich eine hohe Geldstrafe. Wenn du anderer Eigentum beschädigt hast oder gar jemand verletzt oder getötet hast kann das auch im Gefängnis enden. 

Der Gesetzgeber hat sich natürlich was dabei gedacht als er diese Grenzwerte beschlossen hat. Auch wenn einige Politiker, Fahrradclubs und Autoclubs immer wieder fordern die Promille Grenze für Radfahrer auch auf 1,1 Promille zu senken. Wer mal richtig nachdenkt der kann sich wohl vorstellen warum das so ist. Ein Autofahrer führt ein motorisiertes Kraftfahrzeug, das oft genug als Waffe benutzt wird. Wenn ich mit einem Auto von der Fahrbahn abkomme, weil ich alkoholisiert bin und auf Fußgänger treffe ist das nun mal sehr viel  schlimmer als mit einem Fahrrad. Der Fahrradfahrer gefährdet sich in erster Linie selbst wenn er betrunken fährt. Der Autofahrer sitzt relativ geschützt in seiner Blechkiste und gefährdet in erster Linie das Leben anderer. Auch ist es ein Unterschied ob ich mit 20 Kmh fahre oder mit 100 Kmh. Ja deshalb dürfen Radfahrer auch etwas Alkohol zu sich nehmen und trotzdem am Straßenverkehr teilnehmen. Ob man es denn unbedingt machen möchte sollte jedem selbst überlassen sein, denn die Konsequenz muss ja auch jeder selbst tragen. Denn wenn man auch nur mit dem Fahrrad zu Boden fällt kann man schwere Verletzungen davon tragen. 

Also bitte denkt daran, am besten 0,0 Promille am Lenker!