Fahrrad und Pedelec
Sauber durch Stadt und Land






Vor dem Kauf eines neuen Fahrrades

Lucky Bike Elektrofahrräder

Vor dem Kauf eines neuen Fahrrades solltest du dir ganz genau überlegen welches Fahrrad du brauchst. Viele Fragen und Aspekte kommen dir da schnell in den Sinn. Von einem unüberlegtem Spontankauf kann ich nur abraten. Ich habe mein Pedelec beim Online Händler Fahrrad XXL gekauft. Es war ein Schnäppchen zum Superpreis aber ein Markenrad aus Deutschland ein Cube Hybrid. Jedenfalls ist die Firma in Deutschland. Wie viel aus Fernost am Rad verbaut ist möchte ich gar nicht wissen. Wenn Du mit dem Fahrrad ein Problem hast kannst du zu einer der Filialen fahren oder das Rad bei einer Werkstatt deiner Wahl reparieren lassen. In der Garantiezeit übernehmen die die Überprüfungskosten. Für die Reparatur sendest du einen Kostenvoranschlag an deinen Verkäufer. Der Kostenvoranschlag wird dann freigegeben wenn es eine berechtigte Garantieleistung ist. Verschleißteile zählen nicht zu den Garantieleistungen. Wenn du ein Rad kaufst erkundige dich vorher welche Bestimmungen der Händler hat. 

Fahrrad, Pedelec oder E-Bike welches Bike passt zu Dir. Diese Entscheidung kann ich dir nicht abnehmen. Fahr zu einem der großen Händler in deiner Nähe schau dir die Räder an und fahre das ein oder andere Probe. Schön wäre es wenn du auch mal in der natürlichen Umgebung fahren dürftest und zwar ausgiebig. Ich habe im Urlaub auf Texel mein erstes Pedelec ausprobiert. In einer Woche habe ich mehrere Modelle vom Verleiher bekommen und gefahren. So was geht am besten außerhalb der Saison und nicht bei jedem Händler!  So konnte ich verschiedene Antriebe und Rahmen ausprobieren und ich wusste am Ende des Urlaubs was ich wollte. Wenn du das so machst kann eigentlich nichts Schiefgehen. Denn die Marke ist letztendlich unerheblich, es kommt auf die verbauten Komponenten an. Du musst dich auf dem Rad deiner Wahl wohlfühlen, das muss passen. Beim online-kauf und das ist für mich entscheidend hast du mindestens 14 Tage Rückgaberecht. Also auspacken einstellen Pedalen montieren und ausgiebig testen. Wenn es überhaupt nicht passt zurücksenden. Unbedingt die Rückgabe Konditionen vorher abklären und schriftlich bestätigen lassen eine e-mail genügt. Selbst wenn der Händler nur 5 Kilometer weg ist würde ich immer online kaufen! 

Am besten machst du dir eine Check Liste mit den wichtigsten Punkten. Ob es ein Rennrad, MTB, City-Bike oder ein Trekking-Rad werden soll ist natürlich vorher zu klären. Ob du E-Unterstützung möchtest sollte auch vorher klar sein. Dann kommt die entscheidende Frage nach dem Budget, die kann deine Träume schnell zu nichte machen und dich auf den Boden zurückholen. Eins kann ich schon mal vorweg sagen billig wird das nicht. Wenn du Qualität möchtest dann sind entsprechende Komponenten an deinem Rad verbaut und die sind allgemein nicht billig. Folgende Punkte solltest Du abchecken: 

  1. Welcher Rahmen mit welcher Rahmenhöhe kommt in Frage?
  2. Pedelec, e-Bike oder Rad ohne Unterstützung
  3. Welche Bremsanlage? Felgenbremse, Scheibenbremse Hydraulisch oder Mechanisch?
  4. Soll das Rad eine Rücktrittbremse haben oder einen Freilauf?
  5. Welche Schaltung kommt in Frage?
  6. Welcher Lenker / Vorbau soll es sein?
  7. Wenn du E-Unterstützung gewählt hast, wo soll der Motor sitzen? Vorne, Mitte, hinten?
  8. Wie groß soll der Akku sein? Welche Reichweite brauchst du?
  9. Welcher Antriebsstrang sollte eingebaut sein? 
  10. Welchen Durchmesser sollen die Räder haben?

Wenn du möchtest kopiere die Liste raus oder Druck die Seite! 

 

Hast du alle Fragen beantwortet kannst du schon mal auf die Suche gehen, aber achte darauf welche Komponenten von welchem Hersteller verbaut wurden das ist nicht unerheblich. Wenn du dann dein Rad gefunden hast geht es ins Detail. Hier kann und will ich nicht alle Möglichkeiten aufzählen sondern ich gebe ein Beispiel das für alle anderen mehr oder weniger passt.

Ein Beispiel an einem Pedelec: 

  1. Es soll ein Rahmen aus Aluminium sein mit einer Größe von etwa 50 cm und ein Trapez-Rahmen, also mit stark schrägem Verlauf des oberen Rohres vom Lenkkopf zum Sattelrohr. 
  2. ein Pedelec
  3. Hydraulische Scheibenbremse
  4. Freilauf
  5. Kettenschaltung
  6. Ahead  Vorbau verstellbar. 
  7. Mittelmotor 
  8. 500 Watt für bis zu 100 Kilometer
  9. Bosch oder Brose
  10. 28" 

 

500 Watt Akku von Bosch, der 400 Watt Akku unterscheidet sich äußerlich nicht.

Jetzt kann es durchaus vorkommen das nicht alle Wünsche an dem ein oder anderen Rad vorhanden sind. Da muss man Prioritäten setzen. Wichtig ist in jedem Fall das du den Antriebsstrang bekommst den du möchtest. Also Motor Akku und Steuerung so vorhanden sind wie du dir das vorstellst. Vorsicht ist immer geboten denn Verkäufer wollen dir alles mögliche aufschwatzen. Ein Beispiel ist das Display von Bosch, hier gibt es drei Varianten. Oft wird an einem 2000 Euro Pedelec das Purion angeboten das billigste Display von Bosch! Wenn du jetzt glaubst du kannst dein Handy an dem Teil aufladen oder das Licht auf Dauer einstellen hast du dich gewaltig geirrt. Das Purion ist was für Leute die sowas nicht brauchen also wenig Fahrer und Fahrer die in der Umgebung bleiben. Eine Auflademöglichkeit gibt es an den billigsten Fischer Rädern das nur mal so nebenbei. Wer das nicht weiß fällt auf den Hintern, wenn er sein Handy an das Purion anschließen möchte. Denn eine Buchse gibt es aber die ist nur zum Auslesen da. Doch der Verkäufer sagt dir ja ein USB Anschluss ist vorhanden. Das du da nichts mit anfangen kannst sagt er aber nicht. Achte bitte beim Kauf darauf das du mindestens ein Intuvia verbaut hast. Hier brauchst du zwar auch ein Adapterkabel aber das Handy laden geht. Ein Umbau vom Purion auf Intuvia kostet sehr viel Geld also lieber gleich das richtige nehmen. Das Intuvia hat auch wesentlich mehr an Informationen zu bieten und es kann abgenommen werden. Zum Einstellen zu Hause oder als Diebstahlschutz. Abnehmen und in die Tasche stecken.  Auch Akkus werden gerne mit 400 Watt verkauft, dann ist das Rad gleich mal wieder eine ganze Ecke billiger. Bist du schwer und groß kommst du nicht sehr weit mit deinem Akku. Für eine zierliche Dame die nur zum Einkaufen in die Stadt fährt oder mal einen kleinen Ausflug macht kann ein kleinerer Akku ausreichen. 500 Watt sind ok. und die sollten es schon sein. Die Größe der Akkus wird in den nächsten Jahren weiter steigen die Preise aber auch. Wie stark ist der verbaute Motor? Klar 250 Watt dürfen ja nicht als Dauerleistung überschritten werden. Doch wie viel Drehmoment hat der Motor, das ist entscheidend. Es gibt 40 Newtonmeter aber auch 90 Newtonmeter Motoren. Das ist schon ein riesiger Unterschied. Ein kleinerer Motor ist natürlich günstiger als ein stärkerer und das Bike wird wieder erheblich billiger und viele Leute wissen das gar nicht. Die sehen und kennen nur Bosch doch das es inzwischen 4 verschiedene Motoren gibt wissen sie nicht. Alle Bosch Motoren sind Mittelmotoren. Pedelecs mir Vorderradmotor werden ohnehin kaum noch angeboten. Dann kommt es noch auf das gesamte elektrische und elektronische Management an. Gibt es nur einen Sensor im Tretlager wie beim Vorderradmotor. Oder gibt es zahlreiche Sensoren die auch die Kraft messen die der Fahrer mit einbringt und dementsprechend die Motorunterstützung drosselt. Das spart Energie und du kommst weiter mit einer Akkuladung. Die Unterstützungsstufen sollten gut aufgeteilt sein 4 Stufen sind ausreichend und haben sich bewährt. Probier auch mal ohne Unterstützung zu fahren, das sollte auch relativ leicht gehen denn es kann alles passieren auch ein Ausfall der Elektronik. Wenn die Gabel gefedert ist prüfe ob die verbaute Gabel bewährt und von einem namhaften Hersteller ist. Garantie-Ansprüche werden schwer durchsetzbar sein. Denn meistens handelt es sich um Dichtungen (Simmeringe) oder Federbruch. Dichtungen und Verschleißteile sind oft ausgenommen. Lass dir eine Liste geben was nicht unter die Garantie fällt, dann erlebst du später keine Überraschung. Die Federgabel sollte einen Verschluss besitzen durch den die Federgabel blockiert werden kann. Auf ebener Asphaltstrecke hat das Vorteile denn dort braucht man die Federgabel nicht und man kann effizienter fahren da nicht bei jedem Tritt in die Pedale die Federung eintaucht. Auf unebenen Strecken oder Feldwegen oder auf schlechten Straßen hat die Federgabel aber große Vorteile. Alltagsfahrräder, Trekkingbikes ja sogar Citybikes haben heute eine Federgabel. Zu mindest bei Pedelecs ist das Standard. Ich würde hier eine blockierbare Federgabel wählen, auch wenn die etwas schwerer ist als eine Starre Gabel das macht beim Pedelec nicht viel aus und das du nur auf glatten Straßen fährst ist wohl eher Wunschdenken. Sattel und Federstütze sind beim Kauf unerheblich diese beiden Komponenten sind selten passend für den jeweiligen Käufer. Diese Komponenten sind leicht austauschbar und kosten kein Vermögen. Wenn die Erstausstattung passt um so besser. Manchmal muss man fragen ob ein anderer Sattel als Zugabe drin ist oft geht das eher als ein Preisnachlass. Die Schaltung ist auch ein wichtiger Bestandteil deines neuen Rades. Hier solltes du auch darauf achten das es eine Schaltung von einem namhaften Hersteller ist. Schaltung und Kette sind Verschleißteile, jedenfalls bei Kettenschaltungen. Erwarte auch hier keine Garantie. 

Nabenschaltung mit Zahnriemen

Nabenschaltungen mit Zahnriemen bei einem Citybike mit 40 oder 50 Newtonmeter Motor dürften dagegen ein Fahrradleben lang halten. Bei Kettenschaltung wie in unserem Beispiel hast du natürlich immer Freilauf also keine Rücktrittbremse. Die Hydraulischen Scheibenbremsen sind heute schon so weit entwickelt das was anderes gar nicht mehr in die Tüte kommt. Ich würde nichts anderes nehmen als eine Hydraulische Scheibenbremse vom Marktführer Shimano. Der einzige Nachteil einer Scheibenbremse ist der höhere Preis. Wartung, Einstellung Austausch der Scheiben und der Beläge sind Kinderleicht wenn man es einmal gemacht hat. Dosierbarkeit und Bremsleistung unübertroffen. Ein nachrüsten auf Scheibenbremsen ist nur möglich wenn entsprechende Räder und Aufnahmen am Rahmen vorhanden sind. Also Scheibenbremsen müssen von vorn herein dran sein! 

Der Lenkervorbau ist noch mal ein Thema. Es gibt 3 verschiedene Lenkervorbauten wobei der Mount Vorbau nur den Sportlern im Gelände vorbehalten ist. Doch wie man das so kennt wird der wahrscheinlich auch an anderen Rädern verbaut werden. Der Direct Mount Vorbau sieht aus wie beim Motorrad und ist nicht mehr mit dem Gabelschaft verbunden sondern sitzt auf der Gabelbrücke. Für uns sind 2 Vorbauten mit seinen Varianten wichtig. 1. der klassische Innenklemmung  Vorbau der im Gabelschaft eingeführt wird und mit einer Schraube festgeklemmt wird. Dieser Vorbau hat den Vorteil das der Lenker stufenlos in der Höhe verstellbar ist. Hierbei darf der Lenker niemals höher herausgezogenen werden als die Markierung am Schaft. Desweiteren muss der Steuersatz (Lenkkopflager, und Schalen) nicht gelöst bzw. demontiert werden. Der Nachteil ist eine gewisse Instabilität, vor allem wenn der Lenker hoch eingestellt wird. Gefährlich wird es wenn die Markierung am Schaft sichtbar wird. Es kann auf Dauer zu einem Ermüdungsbruch mit schwerem Sturz kommen. Ein Montagefehler kann also tödlich enden. 2. der Ahead- Vorbau, er wird immer mehr auch in Trekking und Citybikes eingebaut. Wenn man nicht weiß das es sich um einen Ahead- Vorbau handelt könnte man es so machen wie bei einem klassischen Vorbau Schraube in der Mitte lösen und mit dem Hammer so lange auf den Schraubenkopf schlagen bis die Klemmung sich löst. Leider löst sich hier nichts sondern der Vorbau ist hinüber. Der Ahead Vorbau wird von außen auf dem Gabelschaft mittels einer Schelle festgeklemmt der kein Gewinde besitzt. Schelle lösen und in die richtige Position drehen und wieder feststellen. Mit der Schraube in der Mitte wird die Gabel nach oben gezogen und der Steuersatz mit mehr oder weniger Druck zusammengepresst. Ein Ahead Vorbau lässt sich nur mit Hilfe von Unterlegscheiben den sogenannten Spacern verstellen. Wie weit hängt von der Länge des Gabelschaft ab. Es gibt aber auch verstellbare Varianten, wie beim Klassischen Vorbau auch. Wie man sich ja denken kann gibt es verschiedene Durchmesser an Vorbauten also beim bestellen von Spacern etwa die genauen Maße angeben. Wenn an deinem neuen Rad der Vorbau nicht genau passt ist dieser auf deine Bedürfnisse einstellbar oder durch den Austausch der ein oder anderen Komponente auf deine Bedürfnisse anpassbar. Ich will damit sagen das es nicht an dem Vorbau scheitern sollte hier kann man nachträglich was machen. 


Vor dem Kauf eines gebrauchten Fahrrades

Wenn du vorhast ein gebrauchtes Fahrrad E-Bike oder Pedelec zu kaufen gilt im Prinzip alles was auch für den Kauf eines neuen Fahrzeugs gilt. Ein Kaufvertrag sei dringend empfohlen, damit sichern sich Käufer und Verkäufer ab. Bitte denke immer daran das du bei einem Kauf von Privat kein Rückgaberecht, keine Gewährleistung und kein Umtauschrecht hast. Sollte allerdings der Verkäufer den Käufer arglistig täuschen, kann der Käufer den Vertrag anfechten. Ein Beispiel wäre das der Verkäufer dem Käufer garantiert das der Akku des verkauften E-Bikes neuwertig sei. Der Käufer lässt den Akku in einer Fachwerkstatt prüfen und es stellt sich heraus das der Akku nur noch 25% seiner angegebenen Leistung hat. Dann kann der Käufer verlangen den Kauf rückgängig zu machen. Wenn der Verkäufer allerdings nicht darauf eingeht, muss der Käufer klagen. Der Akku ist der Knackpunkt beim Kauf eines Pedelec. Du kannst bei einer Probefahrt nicht feststellen ob der Akku ok ist. Das wird dir nur gelingen wenn der Akku ziemlich am Ende ist. Fahr ein paar Strecken steil bergauf in der höchsten Unterstützungsstufe. Beobachte genau den Balken der Akkuanzeige. Wenn die Anzeige sehr schnell zwei Balken runter geht halte an und warte kurz. Geht die Akkuanzeige dann wieder einen Balken hoch und nach kurzer Fahrt wieder runter, würde ich beim Kauf zurückhaltend reagieren. Wenn du nach dem Kauf einen neuen Akku haben musst wird das eine teure Geschichte. Je nachdem welche Kapazität der Akku hatte als er neu war und von welchem Hersteller er kommt können zwischen 300 bis 700 Euro fällig werden. Ein Batzen Geld den du dann noch investieren musst. Es kann aber durchaus lohnend sein ein gutes gebrauchtes zu kaufen. Manchmal gibt es die auch beim Händler.

  

Ich denke du weißt jetzt worauf es ankommt und ich hoffe du findest dein Wunschbike!